Grundlagen der Amazon-Gebote
Auf dieser Seite
Sei das erste Produkt, das ein Kunde sieht – mit einer Anzeigenplatzierung ganz oben in den Suchergebnissen. Wie? Indem du Amazons PPC-Gebotssystem beherrschst und mit ein paar einfachen Berechnungen das perfekte Gebot erstellst.
Ein gut platziertes Gebot verbessert das Ranking deines Produkts und nutzt gleichzeitig dein Budget effektiv. In diesem Überblick erklären wir die Grundlagen der Amazon-Gebote und unsere bewährte Strategie, mit der deine Kampagnen sichtbar und profitabel zugleich werden.
Amazon PPC verstehen
Amazon-Sponsored-Anzeigen basieren auf einem Pay-per-Click-System (PPC): Seller zahlen nur, wenn ein Kunde auf ihre Anzeige klickt. Wettbewerbsfähige Gebote für relevante Keywords sind der Schlüssel, damit deine Anzeigen vor der richtigen Zielgruppe erscheinen.

So funktionieren Amazon-Gebote: Ein praktisches Beispiel
Bei einer Suche wie „wireless noise-cancelling headphones“ bieten Advertiser auf relevante Keywords. Der Preis pro Klick wird durch das zweithöchste Gebot bestimmt – strategische Gebotsoptimierung ist deshalb entscheidend.
Stell dir vor, drei Advertiser bieten auf Keywords zu diesem Suchbegriff. Der erste bietet auf „wireless headphones“, der zweite auf „noise-canceling headphones“ und der dritte auf „headphones“. Jeder bietet einen anderen Betrag: $0.85, $0.70 und $0.55.
Der Höchstbietende gewinnt die Auktion – aber der erste Advertiser zahlt $0.71 (nur $0.01 mehr als das zweithöchste Gebot), nicht die vollen $0.85.
Amazon-Gebotsanpassung
Amazon sortiert die Suchergebnisse nach:
- dem Gebot des Sellers
- der Klickwahrscheinlichkeit
Hohe Gebote kombiniert mit hoher Klickwahrscheinlichkeit ranken besser – und führen zu besseren Anzeigenplatzierungen.

Ad-Rank = Gebot ($) * Klickwahrscheinlichkeit

Den Amazon-Gebotsrechner nutzen
Amazon liefert einen vorgeschlagenen Gebotsbereich (Minimum, Durchschnitt und Maximum), der Sellern Orientierung im Wettbewerb gibt. Das vorgeschlagene Gebot liefert dir Marktinformationen.

Amazon sieht alle Gebote, die Seller für dieses Keyword abgeben und die Impressions generieren. Anschließend ordnet und analysiert Amazon die Verteilung der Gebote.
- Das Mindestgebot zeigt an, dass ein kleiner Teil des Marktes (25%) bis zu diesem Wert bietet.
- Der mittlere Wert teilt den Markt in zwei Hälften: Die eine Hälfte der Seller bietet mehr als diesen Betrag, die andere weniger.
- Das vorgeschlagene Maximalgebot ist das niedrigste Gebot der Höchstbietenden. Es ist nicht der Maximalwert – es handelt sich um einen Long Tail, und wir kennen den höchsten Wert nicht, nur seinen Anfang.

So passt du die Amazon-Gebotsformel an
Bietest du hoch, erscheinst du ganz oben in der Suche, gibst aber mehr pro Klick aus. (Siehe die Produkte im roten Kasten.)
Bietest du niedriger, erscheinst du weiter unten, sparst aber Kosten. (Siehe die Produkte im blauen Kasten.)
Bietest du deutlich weniger als das vorgeschlagene Minimum, erscheint dein Produkt möglicherweise gar nicht in den gesponserten Ergebnissen. (Diese Produkte sind nicht abgebildet.)
Denk daran: Gebotshöhen beeinflussen die organischen Ergebnisse kurzfristig nicht. Wenn du also niedrig bietest, erscheinst du vielleicht weiter unten in den gesponserten Ergebnissen, aber weiter oben in den organischen.

Gebotsstrategien für deinen Ziel-ACoS
Das Gebot pro Klick ist ein zentraler Hebel, um deinen Amazon Advertising Cost of Sales (ACoS) zu steuern. Das Ziel: den ACoS so nah wie möglich an deinen Zielwert bringen – optimiert für Kosteneffizienz und Verkaufsvolumen zugleich.

Gehen wir den Prozess der Amazon-Gebotsstrategie an einem Beispiel durch.
Beispiel für eine Amazon-Gebotsstrategie:
In diesem Beispiel hast du ein Gebot von $0.80 für ein Keyword abgegeben. Nach den ersten Bestellungen liegt dein ACoS bei 80% – zu hoch, du machst Verluste.
Du könntest versucht sein, die Kampagne zu pausieren oder das Keyword als negativ zu markieren. Aber: Es hat einen Verkauf generiert, das Keyword ist also relevant. Das Problem ist das hohe Gebot. Was tun?

1. Das Gebot pro Klick senken
Angenommen, du willst einen ACoS von 30% erreichen und ihn von aktuell 80% senken. Dazu reduzierst du dein Gebot pro Klick im selben Verhältnis, in dem du den ACoS senken willst. Nutze diese Formel:

Wenn du das Gebot auf $0.30 senkst, kann dein ACoS sinken – oft geht damit aber auch ein geringeres Verkaufsvolumen einher. Das ist natürlich nicht gut.

2. Das Gebot erhöhen, um Umsatz und ACoS auszubalancieren
Du hast das Gebot gesenkt, aber dein Verkaufsvolumen ist gesunken. Das heißt: Deine Anzeige wird seltener ausgespielt oder braucht länger, um Verkäufe zu generieren. In solchen Fällen solltest du das Gebot erhöhen, um eine bessere Balance zwischen ACoS und Verkaufsvolumen zu finden.
Fällt der ACoS zu stark, etwa von 80% auf 12%, kann es sinnvoll sein, ihn wieder auf 30% zu bringen – für einen besseren Trade-off. Dazu erhöhst du deine Gebote im Verhältnis von Ziel-ACoS zu aktuellem ACoS.


Indem du das Gebot auf $0.75 erhöhst, erreichst du jetzt eine bessere Balance zwischen ACoS und Verkaufsvolumen.

3. Den Prozess automatisieren
Manuelle Gebotsanpassungen kosten Zeit und sind kompliziert. Tools wie Advigator automatisieren diesen Prozess: Sie analysieren historische Daten, passen Gebote an und optimieren Kampagnen auf deinen Ziel-ACoS. Du legst nur dein Ziel fest – das Tool verwaltet Gebote und Kampagnen-Updates.
Mit dieser Gebotsstrategie optimierst du deine Kampagnen konsequent: Dein ACoS bleibt auf Zielkurs, während dein Verkaufsvolumen gesund bleibt.
Jetzt, wo du die Amazon-Gebote beherrschst, bist du bereit für die Optimierung deiner Gebotsstrategien. Wirf einen Blick in unseren Guide zur Optimierung von Gebotsstrategien.
Starte optimierte Kampagnen und nutze Automatisierung, damit sie dauerhaft optimiert bleiben. Einfach zu bedienen für jeden Amazon-Seller.
Jetzt starten